|
|
|
|
 |
|
 |
Album Info available in: deutsch english |
 |
|
 |
|
|
CD-Rezension Blues News, 3. November 2010
Obwohl auf Cover und CD nur „Dove House Blues“ als Titel steht, kann man diese neue Studioproduktion schon als CD von Hermann Posch bezeichnen, der mit seinem exquisiten Gitarrenspiel und seinem souveränen Gesang im Vordergrund steht, auch wenn sich das Trio, zu dem noch Stephan Rausch an der Bluesharp und Peter Müller am Schlagzeug gehören, als Einheit sieht. Die drei kamen für ein Konzert bei „Blues unterm Taubenschlag“ zusammen und es funkte musikalisch dermaßen stark zwischen ihnen, dass daraus eine regelmäßige Zusammenarbeit entstand.
Posch gehört zur Spitze der zahlreichen namhaften traditionellen Blueser Österreichs, ein ausdrucksstarker Sänger und vielseitiger akustischer Gitarrist mit besonderen Stärken im Slidespiel.
Peter Müller dürfte vielen durch seine langen Jahre bei der Mojo Bluesband, im Frank Muschalle Trio und im R&B Caravan bekannt sein. Hier beweist er, dass er kein ganzes Schlagzeug für seinen unfehlbaren Groove braucht – zumeist agiert er nur auf der Snare (viel mit Besen), bisweilen kommen Hi-Hat und/oder Bassdrum dazu.
Rausch hat einen schönen akustischen Mundharmonikaton und setzt seine versierte Technik inkl. Overblows dezent und geschmackvoll ein. Seine Begleitungen passen immer und seine Soli enthalten hier und da überraschende Elemente, die mich aufhorchen ließen.
Hier sind Könner am Werk, die sich im Dienste des Gruppensounds zurücknehmen und denen es mehr um die Songs und das Feeling geht als um die Zurschaustellung ihrer Virtuosität. Und darauf kommt es beim traditionellen akustischen Blues an, den die drei in einem vielseitigen Programm aus größtenteils weniger bekannten Covertiteln und vier eigenen Songs von Posch präsentieren. Diese wunderbar entspannte, auch in flotteren Tempi nie gehetzt klingende Musik macht schon auf CD Spaß und begeistert live sicher noch mehr. (kk) |
|
|