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Album Info available in: deutsch english |
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Welcome to the temple of sin!
Erstaunlicherweise hat man kein Bild vor Augen wenn man den Namen Sin hört. Sin - nie gehört zuvor. Warum muss ich erst durch Zufall auf so eine wunderbare Band stoßen? Wie kann diese fabelhafte Musik noch nicht früher zu mir vorgedrungen sein? Und sofort taucht die Frage in mir auf: Was habe ich alles versäumt? Sehr viel wie ich jetzt weiß.
Die Band, die sich Sünde nennt, gibt es bereits seit 1989. Damals gehörte neben FM4-Doppelzimmerin Mona Moore und Andy Orel auch noch Richard Dorfmeister dazu, welcher aber nach einiger Zeit die Band wieder verlässt um sich diversen Projekten zu widmen. Mona Moore und Andy Orel machten fortan als Duo weiter und veröffentlichen Tonträger um Tonträger beim Label Abuse Industries. Dort haben die beiden die Möglichkeit zu veröffentlichen, was sie wollen und wann sie wollen. So erscheinen verschiedene CDs und einiges an Vinyl unter ihrem Namen genauso wie Remixe von Kruder&Dorfmeister, Pulsinger und Tunakan und Abe Duque.
Das Debut-Album "Insinuation" wurde 1998 veröffentlicht und sorgte für viel Aufsehen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien und Amerika. Dieser Erfolg gipfelte im Support von Nick Cave in der Wiener Stadthalle bei seiner Euro Tour 2001. Im September 2001 erscheint auch "Kissing", bei dem besonders der Song "And I Sigh" heraussticht. Einige der Songs des Albums fanden sich danach außerdem auf verschiedenen Compilations in ganz Europa wieder.
Nun liegt mit "Absinth" die neue Platte von Sin vor, welche als Doppelalbum konzipiert ist. Auf "Absinth Pure" findet man zehn Songs von denen einer („So Sad“) schon von der 2003 veröffentlichten "So Sad" EP bekannt ist. "So Sad" wurde damals nur in kleiner Auflage gepresst und war dementsprechend schnell vergriffen. Die zweite CD "Absinth Remixed" bietet acht Sin-Songs, die von befreundeten Musikern (unter anderem Kirlian, Abe Duque und Freedom Satellite) geremixed und somit neu interpretiert wurden.
Die lange verbotene, grüne Flüssigkeit dient als Namensgeber für den Tonträger. Irgendwo zwischen Sünde und Wahnsinn. Der Name ist gut gewählt, denn in einen Rausch versetzt, so fühlt man sich wenn man den Klängen von Absinth lauscht. Monas sexy, laszive Stimme wird von sphärischen Grooves begleitet und von einer Vielzahl elektronischer Elemente fort getragen. Klang und Stimme ergänzen sich perfekt - eine Symbiose bei der nur beides zusammen ein Ganzes ergeben kann.
Von "Devildivine" zu dem ein Video produziert wurde über "My Plants are Enough" hin zu "So Sad" - jeder Song ein kleines Meisterwerk das für sich steht und eine Geschichte erzählt. Melodiös. Verwirrend. Geheimnisvoll. Spannend. Fesselnd. Ein melancholischer Grundton zieht sich wie ein dunkler Faden von Track zu Track. Erzählt wird von Liebe, Erotik, Sex, Traurigkeit, Wehmut, Sehnsucht und noch vielem mehr. Meist auf Englisch, im Song "Poem for Raphaelle" zusätzlich noch in lasziv gehauchtem Französisch und bei der gelungenen Neuinterpretation des deutschen Volkslieds "Der Rosmarienbaum" gänzlich auf Deutsch.
Mona Moore und Andy Orel haben mit "Absinth" Hymnen der Traurigkeit geschaffen, die einen so schnell nicht mehr los lassen. Wie in Trance bewegt man sich am Ende der Platte hin zum CD-Player und drückt wieder die Play-Taste. And again, and again, and again.
Remember: Where there is sin – there is hope. [Sokrates]
Autor: Barbara Fux |
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